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Patienteninformation zur ambulanten Linsenimplantation im Diakonissen-Krankenhaus FAQ zur Implantatchirurgie (grauer Star, Multifocallinsen, ICL)
Das Wichtigste vor der Operation: Die Operation wird im Diakonissen-Krankenhaus Karlsruhe-Rüppurr, Diakonissenstr.28, 76199 Karlsruhe, Vor jedem Eingriff wird darüber hinaus Ihr Gesundheitszustand vom Anästhesisten (Narkosearzt/ärztin) überprüft. Hierzu benötigt er/sie besondere Befunde von Ihrem Hausarzt. Ohne die Untersuchungsergebnisse Ihres Hausarztes ist eine Augenoperation nicht durchführbar. Wenn dem Narkosearzt/ärztin das Risiko für einen ambulanten Eingriff trotz Voruntersuchung und eventueller Vorbehandlung zu hoch erscheint, wird er/sie in Ihrem Interesse die Operation verschieben oder stationär durchführen lassen. Wir bitten Sie im gegebenen Fall um Verständnis. Die Betäubung wird der Augenarzt zusammen mit dem Narkosearzt ausführen. Sie erhalten keine Vollnarkose, sondern lediglich leichte Schlaf- und Beruhigungsmedikamente. Bitte rechnen Sie mit einer Gesamtaufenthaltsdauer für die ambulante Operation von 3-5 Stunden. Das Wichtigste am Operationstag: Bitte am Operationstag nicht mehr essen, trinken oder rauchen! Die letzte Mahlzeit nehmen Sie bitte am Abend vor der geplanten Operation ein! Ihre morgendliche Medikamente (z.B. für Herzkreislauf, hohen Blutdruck, Atmung, Epilepsie …..) nehmen Sie am Morgen des OP-Tages mit einem halben Glas Wasser oder Tee ein! Kein Diabetes –Medikament, insbesondere kein Insulin vor der Operation! Lassen Sie Schmuck, größere Geldbeträge und Wertsachen zu Hause.
Das Wichtigste nach der Operation: Unmittelbar nach der Operation werden Sie noch 1 - 2 Stunden im Ruheraum betreut. Die Medikamente der Anästhesie haben Nachwirkungen. Lassen Sie sich von Angehörigen nach hause bringen. Sie dürfen den Heimweg nicht alleine antreten. Am nächsten Tag ist eine Kontrolluntersuchung in Ihrer Augenarztpraxis notwendig! Das operierte Auge bleibt bis zur ersten augenärztlichen Untersuchung nach der Operation verbunden. Nach dieser Untersuchung wird das Auge in aller Regel ohne Verband bleiben können. Nehmen Sie nach der Operation wieder Medikament ein, die Ihnen von Ihren Ärzten verschrieben wurden. Für die ersten 24 Stunden nach der Operation unbedingt beachten: Nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, auch nicht allein als Fußgänger. Keine Maschinen bedienen. Keine wichtigen Entscheidungen treffen. Nur vom Arzt verordnete Schmerz- und Beruhigungsmittel einnehmen. Falls am operierten Auge stärkere Schmerzen auftreten oder Sie eine akute Verschlechterung spüren, rufen Sie bitte sofort Ihren Augenarzt an!
Muss das Auge für die Operation herausgenommen werden? Nein. Der Kopf wird mit einem sterilen Tuch abgedeckt und an seinem natürlichen Ort operiert. Zum Schutz vor Blinzeln dient ein Lidhalter. Wird die Operation in Vollnarkose durchgeführt? In aller Regel ist keine Vollnarkose erforderlich, da die Operation sehr wenig belastet und nur 15-30 Minuten dauert. Sie erhalten vom Narkosearzt beruhigende Medikamente, die Ihnen die Aufregung nehmen. Die meisten Patienten empfinden dies ausgesprochen angenehm. Spüre ich etwas von der Operation? Nein. Das Auge ist örtlich betäubt. Weder sehen noch spüren Sie etwas von der eigentlichen Operation. Nur die Berührung Ihres Kopfes durch meine Handballen spüren Sie, da ich mich während der Operation an Ihrer Stirn abstütze. Bin ich für die Operation zu alt / zu jung? Für eine Staroperation gibt es kleine Altersgrenzen. Der Eingriff ist so wenig belastend, dass ihn auch sehr hochbetagte Menschen mit vielen Begleiterkrankungen verkraften. Meine älteste Patientin mit einer Staroperation war 97 Jahre alt. Wie lange dauert die Operation? Die eigentliche Operation dauert nur 15 bis 30 Minuten. Im Operationssaal verbringen Sie insgesamt knapp eine Stunde. Die Reihenfolge der Operationen richtet sich nach der medizinischen Dringlichkeit. Schwerkranke Diabetiker, Dialysepatienten und Menschen mit schweren Wirbelsäulenschäden werden vorgezogen. Zum Mittagessen sind Sie und ich aber auf jeden Fall aus dem Operationssaal draußen ;-) Wie lange muss ich nach der Operation einen Augenverband tragen? Bis zum Morgen nach der Operation. Am Vormittag nach dem Operationstag stellen Sie sich in der Praxis vor. Dort wird der Verband entfernt und nicht erneut angelegt. Sie tragen den Verband also nur einen Tagl lang.. Benötige ich nach der Operation Medikamente oder Schmerzmittel? Am Ende der Operation erhalten Sie Salbe ins operierte Auge. Dies reicht für den ersten Tag aus. Schmerzmittel benötigen Sie generell nicht, da sich nach Abklingen der Betäubung allenfalls ein leichtes Kratzen, Jucken oder Brennen einstellt. Sollten Sie ausnahmsweise am Nachmittag nach der Operation starke und pochende Augenschmerzen bekommen, dann stellen Sie sich bitte sofort in der Praxis vor, der Augendruck könnte erhöht sein. Kann ich nach der Operation gleich wieder Auto fahren? NEIN!! Der Seheindruck vor und nach der Operation ist oft recht verschieden. Das Gehirn braucht - gerade auch bei Multifocallinsen - einige Zeit, um sich darauf einzustellen. Falls eine Fernbrille nötig ist, müssen Sie diese natürlich vorher anfertigen lassen. Die Brillenverordnung kann frühestens einige Wochen nach der Operation ausgestellt werden, da sich die Brillenstärke nach einer Linsenimplantation in vielen Fällen kurzfristig verändert. Falls Sie in einen Unfall verwickelt werden, könnte eventuell Ihr Versicherungsschutz erlöschen. Kann ich nach der Operation gleich wieder Haare waschen / Sport treiben / Gartenarbeit verrichten? In den ersten 4 bis 5 Tagen nach der Operation sollten Sie kein Wasser und besonders keinen Schmutz ins Auge bringen! Also Hände weg von Gartenarbeit, Staubsaugen oder Garage fegen! Fahrradfahren bitte nur mit Sonnenbrille - Fliegen haben keinen Respekt vor operierten Augen. Wie lange bin ich arbeitsunfähig? Je nach Tätigkeit bis 4 Wochen. Viele Schreibtischarbeiter nehmen ihre Tätigkeit bereits zwei Tage nach der Operation wieder auf. In diesem Fall sollten Sie das operierte Auge jedoch zusätzlich mit künstlichen Tränen benetzen. Eine Zahnarzthelferin hat mir erzählt, dass sie am zweiten Tag nach einer Multifocallinsenimplantation bereits problemlos assistiert hat. Solche diffizilen Tätigkeiten sollten Sie jedoch nach Möglichkeit erst 2-3 Wochen nach der Operation wieder aufnehmen. Muss ich zur Operation nüchtern erscheinen? Ja! Die beruhigenden Medikamente, die der Narkosearzt vor der Operation gibt können bei empfindlichen Menschen zu einer kurzen Narkose führen. Bei vollem Magen besteht Gefahr durch Aspiration. Nach der Operation gibt es jedoch Butterbretzeln und Kaffee :-) Soll ich meine üblichen Medikamente am Operationstag weiter nehmen? Die meisten Medikamente sollen und müssen Sie am Morgen des Operationstages wie gewohnt nehmen. Dies gilt insbesondere für Blutdruckmittel, Cholesterinsenker und Zuckertabletten. Spritzen Sie jedoch KEIN INSULIN !! Sie frühstücken ja nichts und würden sonst in eine Unterzuckerung geraten. Blutverdünnende Medikamente wie Marcumar sollten Sie bereits eine bis zwei Wochen vor der Operation weglassen und durch Heparinspritzen ersetzen. Hierüber berät Sie Ihr Hausarzt. Aspirin, Paracetamol und Ähnliches sollten Sie möglichst am Operationstag nicht nehmen, da sonst ein ungefährlicher aber unschöner Bluterguss am Auge entstehen kann. Wo und wann melde ich mich am Operationstag im Diakonissen-Krankenhaus an? Sie betreten das Diakonissen-Krankenhaus durch den Haupteingang. Geradeaus an der stationären Anmeldung vorbei, dann erster Gang rechts. An der Cafeteria vorbei und durch die Glastüre in die Augenabteilung. Dort wieder gleich rechts in den Operationstrakt. Sie werden von Schwester Doris oder eine ihrer Kolleginnen in Empfang genommen. Brauche ich für die Operation eine Überweisung? Nein. Zwar benötigt der Narkosearzt und ggf. auch das Diakonissen-Krankenaus eine Überweisung aus der Praxis, darum müssen Sie sich als Patient jedoch nicht selbst kümmern. Sie müssen auch nicht erneut 10 Euro Praxisgebühr bezahlen. Bekomme ich für die Operation einen Taxischein? Ja. Gegenüber einer stationären Operation spart die Krankenkasse beim ambulanten Operieren Geld. Dadurch sind Taxifahrten zur Operation und zur ersten Kontrolluntersuchung in der Praxis für Sie in der Regel kostenlos. Wenn Sie mit dem Taxi zur Operation gebracht werden möchten, stellt Ihnen eine meiner Praxismitarbeiterinnen gerne einen Taxischein aus. Ich möchte die Operation stationär durchführen lassen. Ist dies möglich? Augenoperationen werden weltweit in aller Regel ambulant durchgeführt. Ihre Krankenkasse bezahlt einen stationären Aufenthalt nur in Ausnahmefällen, z.B. bei schwerer geistiger oder körperlicher Behinderung, lebensbedrohlichen Begleiterkrankungen, Einäugigkeit o.ä. Welche Befunde brauche ich vor einer ambulanten Operation von meinem Hausarzt? Da bei einer ambulanten Operation der Narkosearzt keine vorbereitenden Untersuchungen durchführen kann, müssen Sie zur Operation einige Standardbefunde (Blutwerte, EKG, Aufstellung der Vorerkrankungen, Medikamentenliste) mitbringen. Diese bescheinigt Ihnen Ihr Hausarzt auf einem vorgefertigten Formblatt. Sie geben dieses am Morgen des Operationstages beim Narkosearzt ab. Die Befunde sollten nach Möglichkeit nicht älter als 4 Wochen sein. Wenn Sie insgesamt relativ gesund sind, sind die Werte bis zu 2 Monaten aktuell.
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Intravitreale Injektionen in den Glaskörper (IVOM) Viele Augenerkrankungen führen zu einer Schwellung der Netzhaut. Das Sehen wird erst verzerrt, dann verschwommen und geht nach und nach zugrunde. Medikamente, die direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt werden, verhindern oder verzögern diese schleichende Erblindung. Dies hat in den vergangenen fünf Jahren dazu geführt, dass Sie die Diagnose Makuladegeneration nicht mehr schicksalhaft hinnehmen müssen. Die Behandlung findet direkt in Ettlingen statt. Sie haben damit kurze Wege und minimale Wartezeiten. Unsere Praxis ist Mitglied des BDOC und gewährleistet damit sowohl optimale Qualitätssicherung als auch eine unkomplizierte Abrechnung der Behandlung mit den meisten Krankenkassen. |
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Feuchte Makuladegeneration Diese Erkrankung tritt meist nach dem 65. Lebensjahr auf. Alarmzeichen sind Verschwommensehen im Zentrum und Verzerrungen. Warten Sie mit Ihrem Augenarztbesuch nicht zu, da im Frühstadium gute Aussichten der Behandlung bestehen |
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Diabetes mellitus Folge eines jahrzentelangen Diabetes ist nicht selten eine Makulopathie mit schleichender Sehverschlechterung. Das Sehen wird mitunter so schlecht, dass Lesen nicht mehr möglich ist. Als zusätzliche Behandlung zur guten Diabeteseinstellung und Lasertherapie hat die IVOM in den letzten Jahren durchaus vielversprechende Ergebnisse geliefert. |
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Gefäßverschluss (Thrombose) Auch die Netzhaut kann einen Infarkt erleiden. Das Sehen wird von einer Minute auf die andere verschwommen. Schmerzen entstehend nicht. |
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